Ziel – Zu groß oder zu klein! Die Technik zählt, oder?

Ob ein Ziel zu groß oder zu klein ist, bestimmt die Technik, die du anwendest.
Und jetzt kommt der nächste Schritt und zwar erst jetzt. Die Entscheidung für das Ziel.
Nur weil du ein Ziel aufschreibst, heißt es noch lange nicht, das du dich auch dafür entschieden hast, richtig?

Das große Missverständnis bei Ziele setzen

Bereits in diesem frühen Stadium der Zielsetzung gibt es oft Missverständnisse. Wenn ein Ziel formuliert wurde, dann besteht der zweite Schritt darin, sich für dieses Ziel zu entscheiden. Es ist wie das „Ja, ich will!“ vor dem Traualtar.
Hier scheitern die meisten bereits, ohne es wirklich zu wissen. Hast du dein Ziel aufgeschrieben? Dann schaue es dir einmal an. Könntest Du dir vorstellen, tatsächlich „Ja!“ zu diesem Ziel zu sagen? Und wärst du bereit, wie bei einem Ehe-Versprechen, in guten und in schlechten Zeiten dafür zu sorgen, dass du dieses Ziel erreichst? Tricki, ich weiß, aber hier kannst du jetzt genau erkennen, warum du manche Ziele leicht erreicht hast und manche eben nicht. Die Entscheidung für ein bestimmtes Ziel fehlte. Da nützt dir auch kein Mindset, oder Disziplin. Solange Du Dich nicht für ein Ziel entschieden hast, wirst du nichts, aber überhaupt gar nichts dafür tun. Warum auch?
Es spielt hier auch keine Rolle, ob Dein Ziel groß oder klein ist, realistisch oder phantastisch. Alles total unwichtig, solange keine Entscheidung getroffen wurde.

Zur Erinnerung: Was sind Prozess-Ziele?

Im vorherigen Artikel habe ich Dir Prozess-Ziele vorgestellt.
„Ich verdiene 75.000 Euro zusätzlich in 6 Monaten.“ ist das Resultat, das genau beschreibt, was du erreichen willst: Dein Ziel!
„Ich kontaktiere 10 Interessenten am Tag“ ist das Prozessziel, das dich zum Ziel führt.
Und jetzt geht es um die Entscheidung: Wofür könntest Du Dich eher entscheiden? Für die 75.000 Euro oder für das Kontaktieren von 10 Kunden am Tag.
Ich wette, das 75.000 Euro dich mehr motivieren, stimmt doch, oder?
Erst wenn dich die Erreichung eines Zieles begeistert, wirst du dich dafür entscheiden können. Also der Weg dorthin.

Doch was ist, wenn die Begeisterung für ein Ziel fehlt, und du es trotzdem erreichen möchtest?

Meistens hörst du dann, das das Ziel zu groß ist oder nicht realistisch. Ich sehe das anders. Du musst nach dem Ziel hinter deinem Ziel fragen: Deiner Motivation. Was treibt dich in Richtung Ziel und was hält dich ab?
Bleiben wir beim Geld verdienen. Du willst 75.000 Euro zusätzlich in 6 Monaten verdienen.
Welche Schritte führen Dich dorthin? Für welchen Weg bzw. Prozess entscheidest Du dich?
Jetzt geht es um die Planung der einzelnen Schritte! Das „to do“ des Zieles.
In unserem Beispiel entscheidest Du dich dafür 10 Interessenten am Tag zu kontaktieren, weil Du ausgerechnet hast, dass dich diese Strategie zum Ziel führt. (Es gibt immer mehre Wege, die zum Ziel führen, aber hier möchte ich es bewusst einfach halten, um die Strategie und die Fallstricke aufzuzeigen.)

Jetzt wird es ernst, oder?

Ziel: 75.000 Euro in 6 Monaten zusätzlich verdienen
Prozess-Ziel: 10 Interessenten am Tag kontaktieren

Na, wie fühlst Du dich jetzt? Elend, ängstlich oder hoch motiviert?
Fragst du dich bereits, wie du diese 10 Interessenten am Tag finden sollst? Was ist, wenn du sie nicht überzeugen kannst? Was ist, wenn du es wirklich 6 Monate ausprobiert hast und dein Ziel trotzdem nicht erreicht hast?
Wenn Du dich unwohl fühlst, allein bei dem Gedanken, Menschen anzurufen und von Deinem Produkt oder Deiner Dienstleitung zu überzeugen, dann wirst Du diesem unwohl sein, so oft wie nur möglich aus dem Weg gehen.
Denn wir Menschen haben zwei wichtige Gefühls-Motivatoren in uns: Weg vom Schmerz oder hin zur Freude.
Viele Unternehmer und Selbständige wissen, dass die Erhöhung des Umsatzes ein motivierendes und nützliches Ziel ist, doch der oft mit dem Prozess dorthin verbundene negative Gefühlscocktail, hält die meisten davon ab, tatsächlich Schritte in Richtung Verdoppelung des Umsatzes zu gehen.

Warum Schmerz immer gewinnt!

Es beginnt bereits bei der Zielsetzung. Noch bevor du überhaupt in der Lage bist, dich wirklich für ein Ziel zu entscheiden, kommen deine Schutzprogramme, deine inneren Schweinehunde, dein Mann im Ohr und wer sonst noch alles in dir etwas zu sagen hat und glaubt, dass es besser für dich ist, da zu bleiben, wo du bist. Der stärkere Motivator ist: Weg vom Schmerz!
Selbst wenn Dir das Ziel richtig Spaß machen wird. Wenn Du Überzeugungen und Erfahrungen in dir hast, die dich schützen, und die haben wir alle in uns, dann gilt es, sich diese bewusst zu machen.
Es sind deine Gedanken
Deine Überzeugungen
Deine Meinungen
Deine Sicht der Dinge
Deine eigene Identität
Deine DNA
All das, was dich ausmacht, als das, wer du heute bist.

Wer willst du sein?

Sich für ein Ziel zu entscheiden, bedeutet bereit sein, es auch wahr werden zu lassen. Und eine Persönlichkeit zu entwickeln, die mit allen Fähigkeiten und Potentialen ausgestattet ist, um so ein Ziel auch zu erreichen.Ich spreche bewusst nicht von irgendwelchen Taktiken oder Programmen, die es zahlreich auf dem Markt gibt, sondern nur von den beiden Antreibern, die Dich entweder vom Schmerz fernhalten, oder dir deine Lust und Freude steigern.

Zusammenfassung:
Du hast dir dein Ziel aufgeschrieben.
Du hast dich dafür entschieden es zu erreichen!
Oder hast du dich dafür entschieden, lieber dem Ganzen doch aus dem Weg zu gehen?

Beides ist okay. Wenn Du noch nicht so weit bist, dich tatsächlich für das Ziel, was du gerne erreichen möchtest, entscheiden kannst, dannn finde die Gründe heraus, was dir im Wege steht.

Folgende Aufgabe für Dich aus meinem EFT-Coaching-Programm „Mit Erfolg klopfen!“

Schreibe Dein Ziel in die Mitte eines DinA 4-Blattes.

Und frage Dich: Was hält mich auf, dieses Ziel zu erreichen?

Und dann notiere all das, was dir bewusst wird. Jetzt hast du endlich einen Hinweis auf dein Schmerz-Zentrum.

Diese Gedanken und Gefühle halten dich ab, dein Ziel zu erreichen.

Wenn die Gedanken und Einwände groß genug sind, wirst du nicht die Entschlusskraft, den Antrieb, die du benötigst, um dein Ziel zu erreichen, aufbringen können.

Vielleicht verstehst Du jetzt besser, warum du manchmal ein Ziel gleich setzen und erreichen kannst und ein anderes nicht.

Es ist eben ein Dilemma, das mit unseren Gefühlen.
Aber es gibt einen Ausweg.
Und den zeige ich dir im nächsten Artikel. Das verspreche ich Dir.

Mit strahlenden Grüßen

Elena Sommer

P. S. Ich würde mich darüber freuen, wenn du mir schreibst, was bei dir passiert und entwickelt.

Ziel

Ein Ziel ist etwas, was Du in einer bestimmten Zeit erreichen willst.
Im Griechischen sagt man zum Ziel auch „Telos“ und Telos bedeutet Schluss oder Ende.
Ein Ziel ist demnach ein Resultat, was wir anstreben. Wikipedia unterscheidet noch zwischen verschiedenen Zielarten, wie Reiseziele, oder Unternehmensziele.

Schritt 1 – Ziele einfach setzen

Aus meiner langjährigen Erfahrung als Coach weiß ich, wie schwer es manchen fällt, überhaupt ein Ziel zu setzen.

Ich möchte dir in diesem Artikel eine Hilfestellung mitgeben, damit du in der Lage bist, ein Resultat zu erzielen, das du wirklich anstrebst und erreichen willst.
1. Ganz wichtig: Schreibe Dir das, was Du vorhast auf! Hier gilt der Spruch: Nur wer schreibt, der bleibt. Wer seine Ziele nicht aufschreibt, braucht sich nicht zu wundern, dass er sie nicht erreicht. Da verliere ich auch kein weiteres Wort drüber! Das ist einer der größten Fehler, die gemacht werden. Du schreibst dein Ziel nicht auf. Am besten handschriftlich und nicht am Computer. Warum? Das handschriftliche Notieren deines Zieles erhöht die Fähigkeit Deiner bewussten Wahrnehmung für dein Ziel. Du nimmst im wahrsten Sinne des Wortes, dein Ziel mit deiner Bewegung auf. Wenn du dein Ziel mit der Hand aufschreibst, anstatt es in den Computer zu tippen, dann sind mehr Körperfunktionen integriert und sorgen dafür, dass du dich an dein Ziel erinnerst. Vielleicht hast du, wie ich, eine sehr unleserliche Handschrift, und musst dann extra langsam und sorgfältig schreiben. Für mich ist das eine Konzentrationsübung und ich bin voll auf mein Ziel fokussiert. Und zwar von Anfang an. Das Aufschreiben des Zieles hat aber auch noch einen weiteren Effekt, der deine Gehirnfunktionen betreffen.
Der wichtigste Informationsfilter in Deinem Gehirn

Was ist das denn?

Formatio reticularis: Diese Ansammlung von Nervenzellen im Gehirn, entscheidet darüber, welche der Abermillionen Informationen, die über deine Sinne aufgenommen werden, als wichtig eingestuft werden und in dein Großhirn gelangen. Du kennst das bestimmt auch: Du möchtest dir ein neues Auto kaufen und schaust dir ein paar in Frage kommende Modelle an. Und auf einmal siehst du diesen Wagentyp überall in der Stadt herumfahren. Und warum siehst Du auf einmal überall diese Autos? Weil die FR diese Informationen für dich, als wichtig eingestuft hat und somit deine Aufmerksamkeit und Wahrnehmung auf das Objekt deiner Begierde lenkt.
Das hat nichts mit Hokuspokus zu tun, sondern ist die Formatio reticularis.

Mit dem Aufschreiben deines Zieles gibst du deinem Vorhaben eine Gewichtung und so erhältst du nun gefilterte und passende Informationen aus der Umgebung, die dich bei der Erreichung des Zieles weiterbringen. Das kann die Wahrnehmung eines Buchtitels im Augenwinkel sein, oder eine Information, die Du im Gespräch mit Deinem Nachbarn „aufschnappst!“

Ich hoffe, Dir ist jetzt klar, warum fast alle, die über Ziele erreichen schreiben, immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig es ist, das Ziel zu notieren.

 

Vom Wunsch zum Ziel

Zur Erinnerung: Schreibe dein Ziel auf! Nicht mehr und nicht weniger.

Es reicht vollkommen aus, wenn du dir einen Wunsch erfüllst und daraus eine Zielformulierung machst.

Hier ein paar einfache Zielformulierungen, die dir weiterhelfen können: Achtung: Als Resultat formulieren!
Ich wiege 65 Kilo bis ….
Ich verdiene 75.000 Euro zusätzlich in….
Ich lebe in einer harmonischen Partnerschaft bis…
Ich bin gesund und fit bis…
Ich bin der erste, der durch das Ziel läuft beim Frankfurt-Marathon im Jahr….

Der feine Unterschied beim Ziele setzen:

Fokus ist King

Sicherlich hast du dir schon Ziele notiert, die wie folgt aussahen:
Ich nehme 10 kg in 9 Monaten ab.
Ich kontaktiere 10 Kunden jeden Tag, um 75.000 Euro mehr zu verdienen.
Ich esse jeden Tag gesund und nahrhaft.
Ich trainiere 3-mal die Woche für den Marathon.

Das sind für mich Prozess-Ziele. Prozess-Ziele beschreiben den Weg, den jemand geht, um sein Ziel zu erreichen.
Nehmen wir hier wieder das Beispiel abnehmen: Wenn Du heute 75 Kilo wiegst und dir zum Ziel setzt, 65 Kilo in 9 Monaten zu wiegen, dann musst du, laut Adam Riese, 10 Kilo abnehmen. Logisch, oder?
Was motiviert dich mehr? 65 Kilo zu wiegen oder 10 Kilo abzunehmen.

Jetzt kommt der größte Fehler, den du machen kannst!

Halt! Nicht gleich weiter gehen!  Du erinnerst Dich?
In diesem Artikel geht es erst einmal darum, dass du lernst deine Ziele aufzuschreiben. Nicht mehr und nicht weniger! Und zwar resultatorientiert.
Du musst hier noch nichts wissen, entscheiden oder sonst was. Nur schreiben!
Schreibe nur ein Ziel auf. Etwas, was Du gern, in einer absehbaren Zeit, erreichen möchtest.
Den Unterschied zwischen einem Resultat und einem Prozessziel habe ich dir hier gezeigt, so dass du jetzt für dich erst einmal formulierst, was du erreichen willst.
Im nächsten Artikel lernst Du, warum du manche Ziele erreichst und andere nicht.

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, dann würde ich mich wirklich darüber freuen, wenn Du mir entweder einen Kommentar schreibst, oder diesen Artikel mit deinen Freunden teilst.

Mit strahlenden Grüßen

Elena Sommer