Was will ich erreichen? Wo will ich hin?

Manchmal sind diese Fragen nicht so leicht zu beantworten.

Was will ich erreichen?

Hmmm….tja, was eigentlich?

Nach außen hin betrachtet gibt es viele Dinge, die ich erreichen will.

Materielle Dinge. Schöne Dinge. Dinge, die mir Freude bereiten. Dinge, die ich genieße.

Wende ich meinen Blick nach innen, dann will ich „nur“ meinen Frieden erreichen.

Ein gewisses Gefühl des „Zuhause Ankommens“, das will ich erreichen.

Und dann spielen die äußeren Dinge keine Rolle mehr.

Sie passieren dann einfach und ich kann sie genießen.

Aber wo ist mein Zuhause? Mein inneres? Und gefällt es mir?

Ich hatte vor ein paar Tagen ein sehr anregendes Gespräch mit einem Freund, wo wir genau auf dieses Thema kamen.

Und wir fanden heraus, dass es am Anfang sehr schwer sein kann, sich mit dem „abzufinden“, wer man wirklich ist.

Es ist oft nicht die „schillernde Persönlichkeit“, die im Innern auf einen wartet, um entdeckt zu werden. Oft ist es am Anfang nur ein einfaches Wesen. Grau, schüchtern und einsam.
Es gibt Menschen unter uns, die von Geburt an, eine sehr förderliche und liebevolle Umgebung hatten.

Eine Umgebung, die einen gesehen hat, wie man war. Diese Umgebung brachte das Beste aus den Kindern hervor und förderte die Entwicklung von starken Wurzeln und kräftigen Flügeln.
Doch wenn man in einer Umgebung aufgewachsen ist, die einfach nur kalt und herzlos war, dann kann es sehr schwer sein, starke Wurzeln und kräftige Flügel zu entwickeln.
Ich war jahrelang dem Irrtum erlegen, dass ich nicht richtig bin. Ich, als Person, ich als Wesen. Ich wollte immer anders sein, besser, perfekter.

Ich lernte durch Aussagen wie „Du bist… Du hast…Du schon wieder…“ dass ich fehlerhaft war. Nein, eigentlich eine ganze elterliche Katastrophe.

Ich entsprach nicht dem, was meine Eltern sich von mir vorstellten. Und von meiner Schulzeit ganz zu schweigen. Immer wurde ich verglichen mit meinen Schwestern, die grundsätzlich besser, schlauer und artiger waren, als ich.

Es prägten sich Glaubenssätze und Überzeugungen wie „Ich bin nicht richtig!“ oder „Ich bin das schwarze Schaf der Familie!“ Egal, was ich machte, es war nie Richtig und wenn ich etwas Richtig machte, wurde es nicht einmal bemerkt.

Es war zum Verzweifeln.

In der Pubertät kamen mir meine Hormone zu Hilfe und ich kultivierte meinen Rebellenstatus und die Andersartigkeit. Da ich es sowieso niemanden recht machen konnte, lebte ich nur noch nach meiner Fasson.

Die schützende Mauer um mich herum, war der Preis, den ich dafür zahlen musste. Ich hatte einen eigenen Käfig. Eine Festung, die auf der einen Seite mein Inneres beschützte und auf der anderen Seite sollte dieses weiche Innere nie herauskommen. Aber das Innere wollte raus und sich befreien. Es war nicht mehr gewillt, ein Leben im Verlies zu führen. Es forderte sein Geburtsrecht, auf ein erfülltes Leben, ein.

Und ich hörte darauf und änderte mein Leben von innen heraus.

Geht es Ihnen auch so? Oder haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht, dann schreiben Sie mir und berichten mir davon.

Hier noch ein Buchtipp von mir:
Kennen Sie die Geschichte vom hässlichen Entlein von Hans Christian Andersen?

Sehr lesenswert und mit so viel Wahrheit.

Mit strahlenden Grüßen

Elena Sommer

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