Wie leben Sie Ihr Leben?

Die Single Position

Wie leben Sie eigentlich Ihr Leben? Nach was richten Sie sich? Und wie gehen Sie da vor?

Wenn man Single ist, scheint es am einfachsten zu sein, ein Leben nach seinen eigenen Bedingungen zu leben. Stimmt’s?
Man entscheidet sich für Etwas und macht es dann einfach. Es gibt niemanden, der gefragt werden muss. Niemand muss in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Wenn man Single ist, kann man sein Leben viel leichter selbstbestimmt leben.

In einer Partnerschaft scheinen wiederrum andere Gesetze zu gelten. Aus Unabhängigkeit wird Abhängigkeit. Aus Selbstbestimmung Fremdbestimmung. Aus Ich wird Wir. Doch es geht auch anders. Es ist möglich in einer Partnerschaft ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Das Ich-Selbst bleibt und der Fokus auf das Leben wird um das Wir-Selbst erweitert. Nicht ausgetauscht. Hier liegt das einfache Prinzip des Sowohl-als-Auch zugrunde.

Wenn in der Singlephase alle Möglichkeiten offen zu stehen scheinen, ist es aus meiner Erfahrung in der Partnerschaft nicht anders. Nur weil ich einen Partner an meiner Seite habe und mit ihm den Rest meines Lebens (das gilt jetzt für mich persönlich) verbringen möchte, heißt es doch nicht, das mir keine Möglichkeiten mehr zur Verfügung stehen oder nur eingeschränkt.

Die Sonne scheint trotzdem jeden Tag. Ob ich Single bin oder verheiratet. Und so ist auch die Anzahl der Möglichkeiten gleich. Für einen Single genauso wie für eine leierte Person.

Das, was sich tatsächlich verändert ist der Fokus.

Wo man als Single einfach Entscheidungen aus dem Bauch heraus umsetzen kann, bedarf es in der Partnerschaft andere Überlegungen.

Wenn ich als Single Lust hatte, einfach das Wochenende mit Freunden zu verreisen, war ich sofort dabei. In der Partnerschaft werden andere Überlegungen mit einbezogen und hier fängt jetzt wirklich die Auswahl der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten an.

Welche Möglichkeiten habe ich in der Partnerschaft, wenn ich den Wunsch habe, mit meinen Freunden auf einen spontanen Wochenendtripp zu gehen?

1. Möglichkeit: Ich fahre nicht mit, weil ich glaube, dass das nicht geht.

2. Möglichkeit: Ich frage meinen Partner, was er von der Idee hält und mache meine Entscheidung von seiner Erlaubnis abhängig. Fühlt sich auch bei Erlaubnis nicht wirklich gut an.

3. Möglichkeit: Mein Partner kommt mit! Hängt hier auch wieder von der Konstellation des Umfeldes ab. Handelt es sich um ein reines „Frauenwochenende“ dann könnte der Partner eher störend wirken, man kann nicht mit den Freundinnen zusammen in einem Zimmer übernachten etc. Ist der Wochenendtrip für beide Geschlechter gedacht, ist die Möglichkeit, dass der Partner mitkommt gegeben. Es sei denn er kann die Freunde nicht so gut leiden.

4. Möglichkeit: Man hat gar keine Freunde mehr, weil das Zusammensein mit dem Partner so schön ist, das beide sich genügen und viele Interessen teilen.

Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, aber das würde den Rahmen hier jetzt sprengen.

 Für welche der genannten Möglichkeiten würden Sie sich spontan entscheiden?

Ich glaube, dass sich die meisten die Erlaubnis des Partners holen, damit das auch ja okay ist, ein Wochenende alleine mit Freunden zu verbringen. Das mildert oft das schlechte Gewissen ab.

 Ein selbstbestimmter Mensch, der in der Partnerschaft lebt, geht anders vor.

 Der Wunsch bleibt. Ein Wochenendtrip mit Freunden zu verbringen.

Sie kommuniziert die Entscheidung (Hier ist die Veränderung schon eingetreten, aus Wunsch wurde Entscheidung)

Da es in der Natur immer um Ausgleich und Harmonie geht, ist auch dieses natürliche Prinzip in der Partnerschaft anwendbar. Die sogenannte Win-Win Situation.

Als erstes: Standortanalyse.

Folgende Überlegungen sollten getroffen werden: Passt der Termin? Will ich, dass mein Partner dabei ist, oder bin ich froh, dass ich mal ausschließlich Zeit für mich habe (auch das ist in einer selbstbestimmten Partnerschaft möglich, denn jeder braucht mal Zeit für sich. Und das heißt nicht, das man seinen Partner nicht liebt oder nicht mehr mit ihm zusammen sein will.) Es heißt nur, dass man Zeit für sich will.

Was ist aber, wenn es dem Partner nicht gefällt, dass man ein Wochenende mit Freunden verbringen möchte? Ganz ehrlich, das ist das Problem Ihres Partners. Fragen Sie ihn, was ihm bei dem Gedanken Probleme bereitet. Und nehmen Sie seine Gefühle ernst. Vielleicht erinnert er sie daran, dass sie etwas anderes vorhatten und sie haben es vergessen? In solch einer Situation stehe ich grundsätzlich zu dem, was ich vereinbart habe. Und wenn ich vereinbart habe, dass mein Partner das Wochenende frei hat, und ich deswegen zugesagt habe, auf den Hund seiner Mutter aufzupassen, dann hat das Vorrang.

Selbstbestimmung hat auch was mit Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen zu tun. In diesem Fall, war die Zusage für den Hund zuerst da. Und das man es vielleicht vergessen hat, ist nun wirklich kein Drama.
Das heißt also, der Termin passt nicht und nun kann man  einen neuen Termin suchen und festsetzen. Dann kann es sein, das die Freunde zu diesem Termin nicht können etc.

Das klingt kompliziert und anstrengend. Ist es aber gar nicht. Es ist eine Sache von Minuten.
Wenn der neue Termin für die Anderen nicht passt, dann passt es dieses Mal eben nicht. Und Sie haben sich längst schon für eine andere Wochenendgestaltung entschieden. Der Hund!
Es macht das Leben viel lebenswerter und schöner, wenn man gelernt hat, klare Entscheidungen zu treffen und diese auch durchführt.
Nicht hin und her und her und hin.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Man steht zu dem, was man sagt. Und macht es auch. Das bringt sehr viel Ruhe ins Leben. Für die Partnerschaft bedeutet es Verlässlichkeit und Sicherheit. Und schafft absolutes und bedingungsloses Vertrauen. In sich und in seine Umwelt.

Das gilt übrigens auch für Paare mit Kindern.

Mit strahlenden Grüßen und ein fröhliches Weihnachtsfest!

Elena Sommer

 

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